Lost Places Fototour – Schloss Bückeburg

In diesem Beitrag möchte ich einen kleinen Rundblick zur Lost Places Fototour auf Schloss Bückeburg geben.

Das Schloss Bückeburg

Schloss Bückeburg befindet sich im Raum Hannover und wurde dort Anfang des 14. Jahrhunderts erbaut (zur Bewachung eines Fernhandelswegs). Das Gebäude war bis ca. 1918 Fürstenhaus und seit seiner Erbauung durchgängig bewohnt. Zu dem Schloss gehört eine 80 Hektar große Parkanlage, die wirklich schön bewachsen ist.

Heute wird das Schloss vor allem als Museum, Veranstaltungsort und Filmkulisse genutzt. Besonders von Außen ist es in einem sehr schönen und anmutigen Zustand. Unter den Veranstaltungen gibt es auch regelmäßig eine Lost Places Fototour, an der ich teilgenommen habe und bei welcher die folgenden Bilder entstanden sind.

Lost Place und Fotografie

Mich persönlich reizen vor allem Langzeitaufnahmen und dazu fotografiere ich mittlerweile fast ausschließlich im HDR Modus. Meine alten Kameras können die Dynamik der echten Welt leider noch nicht ganz so gut einfangen, wie modernere Geräte. Zudem habe ich gerne den vollen Umfang an Lichtern und Schatten im Bild. So lassen sich Kompositionen und Motive einfach besser in Szene setzen. Altes, spärlich beleuchtete Räume sind für dieses Vorhaben genau richtig.

Lost Places Fototour Schloss Bückeburg - Zimmer mit Bett
Hocker mit Bett
Lost Places Fototour Schloss Bückeburg - Dachboden
Lost Places Fototour Schloss Bückeburg - Flur, Treppe und Stuhl
Lost Places Fototour Schloss Bückeburg - Kutsche
Schloss Bückeburg Gefängnis

Fazit der Lost Places Fototour

Auf Grund der Organisation würde ich die Fototour allerdings leider nicht vorbehaltlos weiterempfehlen. Meiner Meinung nach (und das ließen auch andere Teilnehmer merken) waren für dir Fototour einfach viel zu viele Teilnehmer zugelassen. Mitt 30-40 Teilnehmern auf 5-6 Räumen verteilt zu fotografieren, grade mit dem Thema „Lost Places“, bei dem meistens ganze Räume im Mittelpunkt stehen und keine Menschen auf den Fotos erwünscht sind, das ist leider kaum umzusetzen und hat zu ziemlichen Frust bei einigen Teilnehmern geführt. Zudem waren viele Räume einfach mit Sachen und alten Möbeln zugestellt, nicht gerade das, was ich mir unter „Lost Places“ vorstelle – da wird es schwer, eine räumliche Komposition zu erstellen, deshalb ist die Fotoausbeute für mich auch leider eher gering ausgefallen.

Für eine ausgiebige und ruhige Lost Places Fototour kann ich aber immer noch guten Gewissens die Fototour der Kentschool empfehlen. Dort waren damals knapp 10 Teilnehmer zugelassen und man durfte sich über die ganze Veranstaltungdauer frei auf dem Gelände bewegen 🙂

Weitere Infos zur Veranstaltung

https://www.schloss-bueckeburg.de/schloss.html

https://tickets.schloss-bueckeburg.de/produkte

lost places fotografieren

Lost Places Fotografie – Heil- und Pflegeanstalt Hostert

Hier gibt es Eindrücke meiner Lost Places Fotografie in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt in Hostert. Der Schwerpunkt meiner Fotos liegt auf HDR- und Langzeitbelichtung.

Geschichte der Kent School

Die Heil- und Pflegeanstalt in Hostert wurde 1909 von den Franziskanern als Heim- und Arbeitsstätte für körperlich und geistig Behinderte eingerichtet. Sie umfasste Kirche, Verwaltungstrakt, Schule, Wohnblöcke, zahlreiche Werkstätten und einen Bauernhof zur Selbstversorgung. 1936 musste der Orden die Einrichtungen verlassen.

Von 1941-1943 wurde die Anstalt zu einer Fachabteilung für körperlich und geistig behinderte Kinder „eingerichtet“. Daher wurden die Patienten hier schwer mißhandelt und gequält oder sogar getötet. Folglich diente das Gebäude in dieser Zeit als Kinder-Euthanasie-Anstalt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Nutzung liegt in der Nachkriegszeit und wurde durch die Brieten gekennzeichnet. Diese nutzen das Gelände von 1963 bis 1991 als Schule („Kent School“) und teilweise auch als Internat.

Seit 2006 befindet sich das Gelände in Privatbesitz und kann gegen Entgelt besichtigt werden. Jedoch sind zwei Gebäude des Geländes untervermietet und von der Besichtigung ausgeschlossen.

Heute sind die Hauptgebäude verlassene Ruinen und vom Verlauf der Zeit und der Stilllegung gekennzeichnet. Sie erinnern mehr an eine Schule und weniger an eine Heilanstalt. Was in diesen Gebäuden an Historie und Geschehen steckt kann man nur vermuten. Jedoch hilft der Zustand des Geländes als „Lost Place“ etwas diese Zeitreise nachzufühlen. Alles in allem vermitteln die Gebäude durch ihre Verlassenheit etwas Ruhiges und gleichzeitig auch wieder etwas Unruhiges. Mit den schrecklichen Geschehnissen dort im Hinterkopf wirken die Gebäude nur oberflächlich wie eine verlassene Schule.

Lost Places Fotografie in Hostert

Mit der Fotoreihe möchte ich einen Einblick und vor allem ein Gefühl vermitteln. Ein Gefühl, das den Gebrauch der Einrichtung über die Zeit und die hinterlassen Spuren widerspiegelt. Fototechnisch konzentriere ich mich am liebsten auf HDR Aufnahmen und Langzeitbelichtung und auf eine cinematische Bearbeitung. Jedoch hält sich diese hier noch in Grenzen.

Kapelle Kent School
Verlassener Flus
Handabdrücke
Lost Places Fotografie - Türen
Krankenzimmer
Flur
Lost Places Tür
Lost Places Fotografie - Kaputter Schulstuhl
Lost Places Fotografie - Schreibtisch im Elektroraum
Verlassener Raum

Fazit – Lost Places Fotografie in Hostert

Die Veranstaltung zur Lost Places Fotografie in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt in Hostert hat mir sehr gut gefallen. Dazu ist das Gelände riesig und mit etwa 10 Teilnehmern und der Möglichkeit sich frei zu bewegen genau richtig organisiert. Zudem gibt es dort wirklich einige Hingucker, wie den Sessel am Fenster oder das Krankenbett und es gibt jede Menge spannender Räume und Kompositionen. Um so trauriger ist es, dass die Gebäude nun saniert werden und in Zukunft anderweitig Verwendet werden. Somit stehen die Gebäude leider nicht mehr für eine Lost Places Fototour zur Verfügung. Ein weiteres Lost Places Fotoprojekt zur Inspiration von mir gibt es aber hier 🙂

Weitere Infos

https://www.kent-school.de

Landschaftspark Duisburg

Hier gibt es einen Auszug meiner Fotoergebnisse von einem Rundgang durch den Landschaftspark Duisburg bei Nach

Frühere Nutzung des Landschaftspark Duisburg

Der Landschaftspark Duisburg Nord ist die Stilllegung eines alten Geländes zur Stahlherstellung (ursprünglich betrieben durch Thyssenkrupp). Schon 1901 wurde das erste Bauwerk erbaut. Durch die 5 Hochöfen wurden im letzten Jahrhundert fast 40 Millionen Tonnen Spezialrohreisen produziert. Zwei der Hochöfen wurden allerdings schon Ende der 60er abgerissen. Nachdem der Landschaftspark kompletten Ende des letzten Jahrhunderts ganz stillgelegt wurde, wurde das Gelände zu einem Kunstobjekt.

Heutige Nutzung

Nach der Stilllegung stattete ein Künstler das komplette Gelände mit Lichtern in allen denkbaren Farben aus. Dadurch ist der Park besonders bei anbrechender Dunkelheit und in der Nach besonders eindrucksvoll anzuschauen und schon von weitem zu erkennen. Er dient bis heute als Touristenattraktion.

Neben der künstlerischen Inszenierung, wird der Park auch noch anderweitig genutzt. Dazu gehören je nach Jahreszeit Open Air Events, Fackelwanderungen, Kunstausstellungen oder weitere Veranstaltungen. Als beständige Attraktionen haben sich das Tauchbecken im Gasometer, sowie ein alpiner Klettergarten angesiedelt. Dazu dient der Park natürlich auch genau als das – ein „Park“ – und ist somit zu jeder Uhrzeit geöffnet und begehbar. Auch die Aussichtsplattform auf dem Hochofen 5 ist zu jeder Tages- und Nachzeit besuchbar. Jedoch gab es hier bedingt durch die Coronapandemie einige Einschränkungen.

Fotografische Eindrücke

Meine Fotos zeigen Eindrücke des Landschaftsparks bei Nacht und sind dementsprechend Langzeitbelichtungen. Eine große Nachbearbeitung ist hier durch die Dynamik der Lichter gar nicht mehr notwendig. Lediglich die Standards wie Weißabgleich, Profilkorrektur, Tiefen, Lichter etc. habe ich ein wenig bearbeitet. Zudem bietet der Landschaftspark Duisburg sehr viele interessante Möglichkeiten zur Komposition.

Landschaftspark Duisburg
Eindrücke vom Landschaftspark
Krokodil am Landschaftspark

Fazit zum Landschaftspark Duisburg

Der Landschaftspark Duisburg ist wirklich besonders und einzigartig und sehr sehenswert. Deshalb sollte diese Attraktion bei keiner Fototour durch Ruhrgebiet fehlen. Natürlich ist der Landschaftspark aber auch für alle anderen empfehlenswert 🙂 Ein derartiges Projekt ist mir nichtmal in meiner Zeit in Berlin begegnet. Das hat mich aber nicht davon abgehalten auch dort meine damaligen Stadtteil „Schöneweide“ bei Nacht abzulichten.

Fototour – Aussichtspunkte in Florenz

Diese Fotoreihe ist während meines Urlaubs in Florenz entstanden. Dadurch möchte ich vor allem die schönen Aussichtspunkte in Florenz zeigen, die ich in meinem Urlaub gefunden habe.

Florenz als Stadt habe ich schon im Kunstunterricht kennengelernt. Somit stand Florenz mit seiner künstlerischen und interessanten Geschichte schon lange auf meiner Reiseliste.

Sehenswertes in Florenz

Die Stadt wirkt mit den kleinen engen Gassen sehr malerisch und es gibt an jeder Ecke eine Weinbar. Da September in Florenz mit zu der Hauptsaison zählt war es dementsprechend auch gut besucht.

Mich persönlich haben die Uffizien sehr beeindruckt, dabei eher einzelne Kunstwerke, als die Räumlichkeit an sich.Durch den Kunstunterricht wollte ich unbedingt das Bild „die Verkündigung“ von Da Vinci sehen, das auch in der Realität beeindruckend wirkt. Allerdings habe ich mir das Bild etwas größer vorgestellt 😀

Der zweite Ort, der mich wirklich beeindruckt hat und in dem ich auch die meiste Zeit verbracht habe ist das Galileo Museum. Auch das ehemalige Haus Galileos ist in Florenz, jedoch sehr unscheinbar. Es hängt nur ein kleines Infoschild an der Tür. Für das Museum muss man sich auf jeden Fall Zeit nehmen. Die Ausstellung ist wirklich mit Herz gemacht und zeigt alle die Erfindungen und Ideen, zu denen Galileo beigetragen hat. Zudem war das Museum erstaunlicher Weise ziemlich leer, vielleicht, da es von außen ebenfalls recht unscheinbar wirkt.

Fotografische Aussichtspunkte in Florenz

Neben den Museen habe ich mir auch ein wenig Zeit zum fotografieren genommen. In und um Florenz gibt es mehrere Aussichtspunkte mit Sicht über die ganze Stadt.

Das Titelbild ist kurz vor der blauen Stunde in der Stadt selbst entstanden. Hier gibt es einen großen Aussichtspunk, der nach einer kleinen steilen Wanderung gut Erreichbar ist.

Das zweite Foto (unten) ist in der Firesole (30 min Busfahrt) entstanden. Hier ist es schon etwas Hügeliger und von weiter oben gibt es einen großen Rundblick auf das Tal. Die volle Aussicht konnte ich allerdings trotz großer Entfernung zur Stadt nur mit meinem Fisheye-Objektiv einfangen.

Aussichtspunkte in Florenz - Firesole
Kathedrale von Florenz

Auch die Santa Croce Kapelle habe ich mit meinem Fisheye-Objektiv fotografiert. Die Kirche ist wirklich wahnsinnig groß und auch bei Nacht noch so gut besucht, dass ein paar Menschen trotz Langzeitbelichtung noch für Geistereffekte gesorgt haben 😉

Fazit

Eine Fototour und grundsätzlich Urlaub in Florenz kann ich guten Gewissens weiterempfehlen. Hier ist für jedermann etwas dabei (Fotografen und Nichtfotografen). Einzig und allein noch der Hinweis, dass der Flughafen in Florenz sehr klein ist und nur eine Landebahn besitzt, die gefühlt sehr kurz ist. Soweit ich weiss, gibt es etwas weiter noch größere Flughäfen, die auch von mehreren Airlines angeflogen werden. Weitere Nacht- und Stadtaufnahmen gibt es hier.

New Topographics I

New Topographics ist eine fotografische Stilrichtung der Landschaftsfotografie aus den 70er jähren. Der Fokus dieser Bewegung liegt auf der Fotografie von Orten, die durch den Menschen verändert wurden. Sie stellt damit den starken Kontrast zur „klassischen“ Landschaftsfotografie dar, die den Fokus auf das naturbelassene, vom Menschen unberührte legt.

Nicht die Idealvorstellung von Landschaft, sondern die dokumentarische Sicht auf durch Gewerbe, Transport und Naturausbeutung geprägte (auch: „verschandelte“) Umwelt wurde zum Gegenstand einer neuen zivilisationskritischen Fotografie

https://de.wikipedia.org/wiki/New_Topographic_Movement

Schöneweide – Schweineöde?

Die Fotoreihe ist im Berliner Bezirk Schöneweide entstanden, der im Volksmund als „Schweineöde“ bezeichnet wird. Dort habe ich in meiner Studienzeit gewohnt und die ein oder andere Fototour gemacht.

Der Bezirk Schöneweide

Schöneweide ist der ehemalige Industriestandort von Berlin. Die damalige Ansiedlung des Elektrokonzerns AEG hat den Bezirk besonders als Industriestandort geprägt. Durch die AEG hat jedoch auch der Architekt Peter Behrens schon früh künstlerischen Einfluss auf den Standort ausgeübt. Dieser designte und erbaute einige Industriegebäude des Elektrokonzerns.

Auch heute gibt es in Schöneweide viele alte Kneipen aus dieser Zeit, deren Lebenszeit sich jedoch langsam dem Ende neigt. Umgeben sind die Kneipen von viele alte Industriegebäude. Diese werden mittlerweile wieder mehr und mehr von junge Leute und Investoren entdecken. Heute gibt es dort diverse Coworkingspaces und Ateliers. Dazu hat vor allem die Ansiedlung des Fachbereichs 5 der HTW Berlin beigetragen. Der Fachbereich beherbergt die kreativen und gestalterischen Studiengänge und befindet sich in Schöneweide, Direkt an der Spree.

Fototour bei Nacht

Kurz vor und auch während meines Studiums an der HTW habe ich angefangen mich mehr mit Fotografie und besonders der Langzeitfotografie zu beschäftigen. Die Fotos unten sind mit meine ersten (vorzeigbaren) Versuche der Langzeitbelichtung. Hier habe ich versucht, die Atmosphäre, die ich dort bei Nacht gefühlt habe durch die Dynamik und Farbgebung wieder zu geben. Bei der Fotografie in der Stadt gefällt es mir besonders, dass es bei Nacht so viele Lichtquellen gibt. Dadurch wirken die Orte gar nicht mehr so dunkel und unsicher.

Kiosk in Schöneweide
Straßenseite
Hinterhofdurchgang in Berlin
Edison Bistro in Schöneweide
Tor in Schöneweide
Fotomotiv - Gerüst in Berlin Schöneweide

Fazit

Auch wenn es in Schöneweide sicherlich einige Brennpunkte gibt und der Bezirk auch historisch durch Probleme mit Anhängern rechten Gedankenguts aufgefallen war, so ist es heute vor allem durch den Hochschulstandort wieder wesentlich angenehmer und nachbarschaftlicher geworden. Ich bin relativ sicher, dass hier in Zukunft noch einiges passieren wird und vielleicht wird Schöneweide irgendwann einmal zum neuen Friedrichshain. 😉 Hier gibt es noch weitere Fotografie einer Kleinstadt bei Nacht.

Feuerwerkfotografie

Ein Thema, mit dem ich mich schon lange auseinandersetzen wollte ist das Fotografieren von Feuerwerkskörpern – der Feuerwerkfotografie. Leider bietet sich dazu nicht allzu oft die Möglichkeit. An Silvester habe ich es dann geschafft, das Feuerwerk um mich herum in Berlin zu fotografieren. Nach ca. 2 Stunden sind dann doch ein paar Bilder dabei herausgekommen, mit denen ich zufrieden bin. Das obere Foto wurde mit einem Eishexe-Objektiv aufgenommen, die beiden unteren mit dem Objektiv aus dem Standardkit. Während der Fotosession musste ich sehr viel mit der Belichtungszeit und Blendenöffnung experimentieren. Eine weitere Herausforderung war der mit der Zeit zunehmende Nebel in der Großstadt. Auch wenn das untere Foto kein Feuerwerk enthält, ist es ebenfalls bei der Session entstanden. Mir persönlich gefällt die Lichtervielfalt, deshalb hat es das Foto auch in die Auswahl geschafft.